zerstörtes, grob zerstückeltes und beschissenes LebenDu denkst ich kann es nicht sehen, ich haette keine Ahnung... Doch blind bin ich nicht und ich sehe was oder wer du bist.
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Ich bin unsterblich! Ich werde niemals sterben! Wer mich stuerzen will, muss folglich noch unsterblicher sein als ich!

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Ruhelos

Die paar Wochen, die ich im Jahr unsere Spätschicht leite, sind eigentlich auszuhalten. Ich kann mir meine Arbeit in Ruhe einteilen und ab 17:00 Uhr ist niemand mehr da, der mir "hoch wichtige" Termine um die Ohren prügeln kann. Eigentlich ist es entspannend... eigentlich...   Ich habe auch bissl mehr Zeit um einfach mal im Büro zu sitzen und einen Kaffee zu trinken, oder welse mich durch die Papiere, was auch entspannend sein kann wenn man sonst nur durch die Hallen rennt wie'n Irrer. Problem ist nur, und auch alt bekannt, daß ich in solchen Momenten schnell das träumen anfange und mein Kopf wieder ne Amokfahrt durch die Gehirnzellen startet.

Es beschäftigt mich in letzter Zeit wieder so vieles und ich bekomme einfach keinen Zeitpunkt, wo ich sagen kann, daß ich zur Ruhe komme. Kaum sitze ich, schon denke ich. Und diese Gedanken und Träume sind nicht so schön, sie quälen mich eher. Es ist meist belanglose Scheisse die sich wie ein Breitbandfilm vor'm inneren Auge abspielen. 

Meist grübel ich über mich selbst und das was ich erreichen will. Es ist nicht viel und die Lust zu kämpfen um etwas zu erreichen, ist sehr schwach. Ich gebe sehr schnell auf und verkrieche mich lieber wieder in meine kleine Welt, wo ich doch eigentlich glücklich bin....  eigentlich... 

Nein, eigentlich bin ich nicht glücklich. Ich ergebe mich nur schon vor dem Kampf, bevor er überhaupt angefangen hat. Ich bin ein Schisser, ein Feigling.... Kein Risiko eingehen, lieber an dem festhalten, was man doch sicher hat und was vertraut ist. Ich möchte nichts Neues, ich möchte das Alte behalten, weil es doch eigentlich recht schön war...  eigentlich... 

Am Wochenende vom 18. - 19. September ging es mir doch gut. Ich habe Freydis besucht, die ich doch kannte. Ich fühlte mich wohl... Ich wollte sie erleben, wollte sie sehen, wollte in ihrer Nähe sein. Ich suchte ihre Nähe, ich suche Nähe... Ich habe Nähe gefunden, ich habe das gefunden, was mir fehlt, Nähe... Und jetzt?    Es war nur ein Moment, der mich beflügelt hat. Es war nur ihre Hand die ich zum einschlafen brauchte, es war ein Moment der Nähe die mich lächeln liess. Es war eine Hand, die mich gehalten hat, ein Kontakt, der mir vertraut war und den ich so verdammt vermisst habe. Da war jemand in der Nacht... Ich fühlte mich nicht alleine. Ich hielt fest und fühlte mich so verstanden. Ich überlegte nicht, ich habe einfach nur genossen, einfach genommen was ich brauchte... auch wenn es nur ein Moment war... 

Der Funke schlägt wohl nicht mehr über, denn ich weiß nicht mehr, wo er einschlagen soll. Ich höre nicht mehr auf das, was mein Herz mir sagt. Ich will das einfach nicht mehr... Ich will mich nicht verlieben, weil die Wunde immer tiefer wird und der Schmerz immer grösser nach einem Scheitern. Ich verkrieche mich lieber wieder und halte an Dingen fest, die vertraut sind. Ich bleibe lieber stehen, weil DER Schmerz schon gewesen ist und ich keinen weiteren verkrafte, oder nicht erleiden mag. Ich stehe und bleibe. Ich fühle mich nicht gut, aber es lässt sich besser aushalten, als nochmal so einen Schlag in meine Seele. Ich bin ein Pessimist... ich denke nicht an das JETZT, sondern an das schlimme MORGEN.

So ist es leider und so wird es vielleicht auch bleiben. Veränderungen mag ich nicht, weder an Personen, noch an meiner Umgebung. Hin und wieder mal ein kleinen Schritt wagen, aber bloß nicht zu weit aus'n Fenster lehnen, ich könnte fallen und sowas tut bekanntlich weh.

Wenn ich genau darüber nachdenke, wird es immer schlimmer. Ich habe hier schonmal einen Eintrag verfasst, über die neue Kraftfahrerin, ist noch gar nicht lange her. Ja, wir verstehen uns immernoch blendend. Wir verstehen uns gut... fast schon zu gut. Seit meinem Urlaub am 1. September, schreibt sie mir regelmäßig emails und ich beantworte diese natürlich auch. Sie kennt mich eigentlich nur als freakigen Staplerfahrer, der Leute anpöbelt und immer einen gut gelaunten Eindruck macht. Wie es hinter meiner Fassade aussieht, weiß sie erst seit kurzem. Ich habe ihr meine "Eigenarten" in schriftlicher Form per mail mitgeteilt und seit dem schreiben wir uns fast täglich. Es geht sogar schon so weit, daß sie bisher jeden Tag nach ihrer Tour zu mir in die Halle kommt und einen Tee bei mir trinkt. Am ersten Arbeitstag nach meinem Urlaub, bekam ich von ihr eine riesige Tafel Schokolade und eine stürmische Umarmung dazu. Seit dem begrüssen wir uns nur noch mit einer Umarmung, doch alle anderen Kollegen bekommen von ihr nur nen Händedruck. Natürlich bleibt sowas nicht in meiner Firma ungesehen und die Gerüchteküche ist schon ziemlich am brodeln. Auch das sie bei mir im Büro sitzt und ihren Tee trinkt, bleibt den Mitarbeitern nicht verborgen. Die grinsenden Gesichter mancher Kollegen sprechen Bände, wenn sie ins Büro reinkommen und uns beide dort sitzen sehen. Es ist mir manchmal schon etwas unangenehm wenn sie über eine Stunde bei mir hockt und eine nach der anderen qualmt. Ich sage aber nichts dazu, ich geniesse einfach nur mal wieder und höre ihr zu was sie mir erzählt. Inzwischen kenn ich ihre gesammte Familie, ihre Hobbys, ihre Tierliebe, ihren Lebenslauf. Ich habe aber auch eine Seite kennengelernt, die ich bisher nicht von ihr kannte, eine doch sehr emotionale Seite. Diese Seite kommt aber recht selten durch, meist ist sie doch recht lustig, wobei ich den Eindruck habe, sie versucht es zu verschleiern.

Mir persönlich ist das alles fast schon zu viel. Sie bewegt sich bei mir an einer Grenze zwischen "gut Kumpel" und "bedingungsloser Freundschaft". Warum vertraut sie mir teilweise sehr intime Dinge an, obwohl sie mich doch noch gar nicht so gut kennt? Warum sitzt sie jeden Tag bei mir und "verplämpert" ihren Feierabend? Wieso habe ich das Gefühl, daß ich ihr zuhören sollte? Ich glaube teilweise nicht, daß sie ganz ehrlich zu mir ist. Jedesmal wenn sie bei mir im Büro sitzt klingelt ihr Handy, sie nimmt aber nicht ab. Sie ist verlobt und ich weiß, daß es zwischen den beiden nicht mehr so gut läuft. Ihr Verlobter ruft sie an und sie nimmt nicht ab... Ich habe sie drei mal gefragt, warum sie denn nicht abnehmen möchte??? Sie könnte doch erzählen, daß sie noch einen Tee trinkt und gleich nach hause kommt....   Ihre Antwort darauf ist immer nur,"Der ruft mich ständig an und er muss nicht immer alles wissen." Hmm... aber es wäre die Wahrheit und doch auch nichts schlimmes.

Mein Bauchgefühl sagt mir, daß ich mich vielleicht vorsehen sollte. Ich habe ein eigenartiges Gefühl bei der Sache. Iwas ist da nicht in Ordnung. 

 

30.9.10 00:50
 


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