zerstörtes, grob zerstückeltes und beschissenes LebenDu denkst ich kann es nicht sehen, ich haette keine Ahnung... Doch blind bin ich nicht und ich sehe was oder wer du bist.
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Ich bin unsterblich! Ich werde niemals sterben! Wer mich stuerzen will, muss folglich noch unsterblicher sein als ich!

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How long...

Das Wochenende ist vorbei und für meinen Geschmack doch viel zu schnell vorüber gegangen. Ich habe mich auf den Weg nach Osten begeben und nein hexe, ich habe NICHTS bereut. Ich würde jederzeit wiederkommen zu den "Verrückten". xD 

Die Anreise am Freitag war aber doch alles andere als entspannend. Ich bin um 12:15 uhr hier los getingelt, habe noch Proviant für den Weg besorgt und das Auto vollgetankt. Mein Navi sagte mir eine Ankunftszeit von 16:45 uhr vorraus, die einigermaßen akzeptabel schien. Die A27 und die A7 waren für einen Freitag recht frei und ich rutschte prima durch. Der Hammer kam auf der A2 kurz hinter Hannover. Vermutlich wegen eines Unfalls waren alle drei Spuren gesperrt und ich stand fast 3 Stunden im Stau. Es bewegte sich absolut gar nichts, nicht mal einen Meter. Nach diesen drei Stunden löste sich der Stau langsam auf und die Karossen bewegten sich eher im Schneckentempo richtung Braunschweig. Auf der A13 verliess mich dann auch noch mein Navi und ich hatte kein GPS-Signal mehr, alles tot. Es war schon dunkel und ich geriet schon fast in Panik, habe mich schon iwo im Wald übernachten sehen. Ich rief Freydis an und liess mir telefonisch die Richtung erklären. Ich hatte kein blassen Schimmer, wo ich mich befand, oder wo ich hin musste, hatte mir die Strecke auch nicht grossartig angeschaut, voll dem Navi vertraut. Da haben wir es mal wieder, traue NIEMANDEN, nicht mal elektronischen Hilfsmitteln. Um 21:00 uhr kam ich in Lauchhammer an und war heilfroh sie endlich in die Arme zu schliessen, ich hatte es geschafft. Ich wurde kurzerhand noch mit etwas zu Essen versort, sie hatte schon mein "Bett" gemacht und nach kurzen Gequatsche sind wir auch in die Federn. Sie war fertig, ich war alle und so schliefen wir auch ziemlich schnell ein.

Am nächsten Tag habe ich erfahren, was es heisst, einen älteren pflegebedürftigen Menschen zu versorgen. Zwar hatte ich damit keine Arbeit, aber ich konnte nun durchaus nachfühlen, was sie mir in etlichen Unterhaltungen geschildert hatte. Ihre Grossmutter sitzt im Rollstuhl und ist ohne fremde Hilfe völlig aufgeschmissen. Das Haus und die Einrichtung ist kaum behindertengerecht aufgebaut, selbst Kleinigkeiten sind so eine grosse qual. Und ich konnte ihrer Grossmutter durchaus ansehen, wie sehr sie darunter leiden muss. Freydis kümmert sich liebevoll um die kranke Frau und ist dadurch ziemlich eigespannt. Traurig daran ist nur, daß sie wohl die einzige ist, die noch Zeit für ihre Grossmutter hat. Ihre Eltern sind ständig weg und ihre Schwester scheint auch keine grosse Unterstützung zu sein. Dennoch blieb uns wenigstens der Nachmittag und wir hatten etwas Zeit Unternehmungen anzustellen. Wir verbanden den Einkauf gleich mit einer kleinen Ortsrundfahrt. Die Strassen erschienen mir menschenleer und trostlos. An einem Braunkohle-abbaugebiet konnte ich einmal das ganze Ausmaß einer grobflächigen Naturzerstörung sehen. Ich habe noch nie einen solchen Krater gesehen, eine ganze Ortschaft musste den Abbaumaschinen weichen. Diese Sünde an der Natur konnte auch nicht ein weider angepflanzter Wald vertuschen. Dieser eine riesige Krater war nur einer von vielen, die sich um die Region zogen. 

Danach sind wir noch nach Raddusch zur Slawenburg gefahren, wo ich schon Bilder gesehen hatte. Auch diese Burg wurde bei Abbauarbeiten gefunden und detailgetreu wieder aufgebaut. Es war äusserst interessant etwas über die Geschichte dieser Region zu erfahren. Am Nachmittag hatte ihr Vater noch eine Bekannte aus Tschechien geholt die für drei Wochen bei ihrer Oma bleiben würde. Alle zusammen haben wir am Abend geknobelt...  und getrunken... Ich bin jetzt noch der Ansicht, die haben mir irgendwas ins Glas getan...^^  Und warum habe ich eigentlich immer verloren ???  oO Das ging bestimmt nicht mit rechten Dingen zu... Die Spielregeln waren mir auch äusserst suspekt.. jedenfalls hab ich die den ganzen Abend nicht wirklich begriffen. -.-  

Der Sonntag war mehr oder weniger von der Abreise überschattet. Aus Angst wieder in einen Mörderstau zu geraten, bin ich gegen 13:00 uhr wieder aufgebrochen. Auch wenn mich die Landschaft nicht überzeugt hat, war es allemal eine Reise wert und alleine wegen Freydis würde ich sie wieder machen.

Und ob du es nun glaubst, oder nicht, DU bist eine liebenswerte Person, die es jederzeit verdient hat, respektiert und geachtet zu werden. Ich bewunder dich für deine Stärke und deine Selbstlosigkeit. Ich danke dir und deiner Grossmutter noch mal für die Gastfreundschaft.

Hab dich lieb Hexe.

 

 

Noch eine Frage an mich selbst....  Wie lange muss ein Mensch bluten, bis die Narben verheilt sind?...

20.9.10 23:28
 


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